Umgang mit der Pandemie

Containment Strategie:

Unter der Containment Strategie versteht man den Versuch die Ausbreitung des Virus komplett zu verhindern. Bei vergangenen Grippewellen blieben die Patienten bei Symptomen zuhause, um sich auszukurieren. Damit haben sie sich intuitiv gemäss einer Containment Strategie verhalten. Dies ist sinnvoll, um Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen.

Bei COVID-19 wird eine solche Containment Strategie «staatlich» verordnet. Sobald jemand positiv auf SARS-COV-2 getestet wurde, wird der Patient isoliert und Menschen, die in engem Kontakt zu ihr standen, gewarnt. Damit erhofft sich der Staat, dass sich Infektionsketten unterbrechen lassen.

Quarantäne/Isolation:

Menschen, die positiv getestet wurden oder unter Verdacht stehen das Virus in sich zu tragen, müssen staatlich verordnet in Isolation oder Quarantäne. Damit werden potenziell nicht nur Menschen weggesperrt, die nachweislich positiv getestet wurden (unabhängig ob sie Symptome haben oder nicht), sondern auch Gesunde. Weil jemand verdächtigt wird, ansteckend sein zu können, wird die Person vorsorglich zuhause in Quarantäne gesetzt. Dies ist gesellschaftlich und wirtschaftlich eine grosse Herausforderung, weil damit unplanbar Menschen aus ihrem Alltag gerissen werden und an ihren Arbeitsplätzen fehlen.
In den Spitälern und im Pflegebereich hat diese Regelung einen besonderen Impact, weil dadurch wichtiges Personal fehlt, um die Patienten zu betreuen. Es wird im Spitalumfeld zurzeit diskutiert, ob diese unvorhersehbaren Quarantänen von Gesunden in der Zwischenzeit nicht sogar das grössere Problem darstellen als die hohe Auslastung der Notfall-Betten.

Maskengebrauch:

Um die Verbreitung der Pandemie einzudämmen, wurde vielerorts eine Maskenpflicht eingeführt. Die Effizienz der Masken zur Verhinderung der Ausbreitung einer Pandemie wird wissenschaftlich kontrovers diskutiert. Ob eine generelle Maskenpflicht verhindert, dass man an COVID-19 erkrankt, ist umstritten.  Trotzdem wird die Maskenpflicht von den meisten Staaten als sinnvolle Massnahme eingeführt. Selbst bei der jungen Generation, die bewiesenermassen weniger von Corona betroffen ist, wird vielerorts eine Maskenpflicht eingeführt. Wie sich diese auf die Konzentrationsfähigkeit in der Schule auswirken könnte, wurde bisher nicht untersucht. Eine generelle Maskenpflicht wird allgemein als störend und behindernd betrachtet, vor allem wenn sie über längere Zeit getragen werden muss. «Maskenverweigerer», die selbst mit medizinischen Dispensen von der Maskenpflicht befreit sind, werden öffentlich verunglimpft und vorverurteilt, was psychologische Auswirkungen und damit gesundheitliche Schäden mit sich bringen können.

Hygienemassnahmen:

Erhöhte Hygienemassnahmen sind wohl die einzige Massnahme, die unbestritten zu einer Verhinderung einer Virusverbreitung beitragen kann. Hygiene ist generell ein entscheidendes Element, um Infekte von einem vulnerablen Körper fernzuhalten, wie man es von Operationen sehr gut kennt.

Lockdowns:

In vielen Ländern werden sogenannte Lockdowns verordnet. Dabei werden Geschäfte und Institutionen staatlich verordnet geschlossen, damit es dort zu weniger Begegnungen kommt und damit zu weniger potenziellen Virusübertragungen. Es gibt in der Fachliteratur aber keinerlei stichhaltige Hinweise, dass ein Lockdown die Verbreitung eines ansteckenden Virus verhindern könnte. Im Gegenteil wurde im November 2020 im New England Journal of Medicine eine Studie publiziert, die beschreibt, dass es keinerlei Korrelation gibt zwischen einem Lockdown und der Suppression von Coronaviren. Somit bleibt diese Massnahme fragwürdig in der Bekämpfung des Coronavirus. Der grosse wirtschaftliche Schaden, den Lockdowns wegen fehlender Erträge verursachen, konnte bisher noch gar nicht beziffert werden.

Abstandregeln:

Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, wird auch der physische Abstand -fälschlicherweise social distancing genannt- zum Thema gemacht. Um die Ansteckung durch Aerosole zu verhindern, sollen Kontakte zu anderen Menschen durch Abstandsregeln verhindert werden. Wie weit die Abstände sein müssen, sind von Land zu Land unterschiedlich definiert. Warum die Abstandsregeln in der Schweiz oder einem Nachbarland anders definiert sind, ist nicht nachvollziehbar, liegt aber wohl am Mangel an wissenschaftlicher Evidenz. Das Virus verhält sich in den verschiedenen Ländern gleich und daher sind landesspezifische Regeln über Abstände kaum sinnvoll.